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5 Tipps auf dem Weg zum richtigen Papier

So findest du das Papier, das zu dir passt


 

Du stellst dir sicher die Frage: Wie finde ich das richtige Papier, das zu meinem Stil und somit zu mir passt? Ein Papier, das ich LIEEEEBE - bei dem ich mich "zu Hause" fühle ;-).  Blöde Antwort: Leider nur durch Ausprobieren.

 

Generell unterscheidet sich Papier in der Körnung und im Gewicht.

 

Es gibt ganz grob drei Arten von Körnung: Glattes Papier, raues / strukturiertes Papier und stark gekörntes  / sehr raues Papier, welches vom Gewicht von 70g/qm bis hin zu 600g/qm reichen kann - als Orientierung: "Normales" Druckerpapier hat 80g/qm.

 

 

Allerdings kannst du schon im Vorfeld mit Hilfe dieser 5 Tipps ausloten, in welche Richtung es gehen soll.

 

1. Überlege dir, was deinen Stil ausmacht

 

Arbeitest du eher großflächig oder filigran?

Verwendest du bunte / satte Farben oder gedeckte Töne?

Zeichnest du Outlines? Vor oder nach der Colorierung oder gar nicht?

 

Je nachdem, ob du nun großflächig oder detailliert arbeitest, ist für dich eher grob- oder feinkörnigeres Papier ideal. Wenn du beispielsweise Outlines mit Fineliner oder Tusche ziehst, solltest du darauf achten, dass das Papier keine zu starke Körnung aufweist. Sonst können die Outlines schnell sehr "wackelig" aussehen. Zeichnest du mit Bleistift (vor), sollte das Papier nicht zu dünn und glatt sein. Gerade beim Radieren können sonst Knicke und Streifen entstehen. Ist mir alles schon bei Skizzenpapier passiert ;-). Ist es dir besonders wichtig, dass die Farben leuchtend bleiben, dann achte insbesondere darauf in der Produktbeschreibung des jeweiligen Papiers.

 

2. Werde dir klar, mit welchen Materialien du arbeitest

 

Malst du nur mit Aquarell? Aquarell und Buntstift?

Kohle und / oder Pastellkreide?

Nutzt du Fineliner oder Tusche?

 

Welche Materialien verwendest du? Wenn du nur mit Aquarell, vielleicht sogar nass in nass, arbeitest, dann wirst du vermutlich eher Freude haben mit grobkörnigerem Papier von mehr Gewicht. Auch für Kohle oder Pastell eignet sich eine grobere Körnung, da die Pigmente so leichter haften bleiben. Verwendest du vielleicht gerne Verschiedenes? Dann könnte ein Papier für Mixed Media gut zu dir passen. Malst du mit Aquarell und verwendest danach noch Buntstifte für den "Feinschliff", könnte eine zu grobe Körnung den Buntstift allerdings "grob" aussehen lassen. Machst du nur Bleistiftzeichungen, dann eignet sich ein glatteres, dünneres Papier.

 

Grundsätzlich gilt: Je dicker das Papier, desto strapazierfähiger ist es. Das heißt, man kann mit dem Stift stärker aufdrücken, ohne dass es wellt. Man kann öfter radieren und es knickt nicht so leicht. Gerade wenn man viele Farbschichten auftragen möchte, sollte man zu dickerem Papier greifen.

 

 

3. Werde dir bewusst, was deine Motive sind

 

Zeichnest / malst du hauptsächlich Landschaften? Oder grobe Stillleben?

Oder doch eher detaillierte Portraits?

Oder geht es vielleicht in die Richtung Kinderbuch mit szenischen Darstellungen?

 

Was zeichnest / malst du am Meisten? Oft geben dir deine Motive die Richtung vor. Fertigst du feine detailreiche Portraits und Tierzeichnungen oder malst du doch lieber grobe Stillleben und ausdrucksstarke Landschaften mit Kohle? Bei vielen Details eignet sich glatteres Papier, wohingegen du bei Kohle mit grobkörnigem Papier Freude haben wirst.

 

 

4. Achte darauf, wer deine Zielgruppe ist und was diese benötigt

 

Zeichnest / malst du "nur" für dich?

Oder arbeitest du in Auftrag, vielleicht an Illustrationen für ein Kinderbuch?

 

Wer ist deine Zielgruppe? Malst du für dich oder hast du einen Auftraggeber, der deine Arbeit digital benötigt? Gerade bei einer digitalen Nachbearbeitung achte ich darauf, dass ich weißes Papier verwende. Manch ein Aquarellpapier hat beispielsweise einen beigen Einschlag. Darauf sollte man im Vorfeld schauen ;-).

 

Und der letzte, aber entscheidende Tipp:

 

 

5. Habe keine Angst Auszuprobieren

 

Gerade am Anfang kann es sein, dass du erstmal das ein oder andere Papier ausprobieren musst, bis du die große Liebe findest :-). Aber das ist nicht schlimm. Vielleicht entdeckst du so, dass dein Stil auf einem anderen Papier wieder ganz anders wirkt - und weißt dies als Stilmittel zu schätzen.

 

So, vielleicht fragst du dich jetzt, welches mein Lieblingspapier zur Zeit ist? Ich arbeite momentan am Liebsten auf dem Hahnemühle Bamboo Mixed Media. Es ist recht dickes grobkörnigeres Papier, sodass ich gut mit Aquarell malen kann. Die Farben kommen sehr kräftig und leuchtend raus, was mir sehr wichtig ist. Und dennoch ist das Papier noch glatt genug, sodass ich schöne Outlines bekomme ;-).  Doch merke: Im Endeffekt kommt es immer auf die persönlichen Vorlieben an. Also, geh raus und probier dich aus :-) Und vor allem: Hab Spaß dabei!

 

 

Und jetzt bist DU dran :-)!

Schreib mir, in welches Papier bist DU verliebt? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Worauf achtest du?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

Kennst du jemanden, der gerade auch noch auf der Suche nach "seinem" Papier ist? Dann teile diesen Blogpost gerne.

 

 

Herzliche Grüße,

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