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Wie Antonia in unsere Küche einzog

Oder: Sauerteig so nach Gefühl


 

 

Tag 1

 

Darf ich vorstellen? Das ist Antonia.


Sie ist noch ein bisschen schüchtern, unsere kleine neue Küchenbewohnerin. Inspiriert vom Buch "Sauerteig - Glück vermehrt sich in vier Tagen" von Martina Goernemann haben wir unseren eigenen Sauerteigstarter angelegt.

Ich habe früher schon einmal selbst mit eigenem Sauerteig gebacken und beim allerersten Mal habe ich den fatalen Fehler begangen und das Brot NUR aus Sauerteig gebacken. Genau - ist nix geworden. Also hier jetzt mit etwas mehr Hintergrundwissen, aber dennoch ein bisschen nach Gefühl ein neuer Versuch: 100 ml Wasser, 100 gr Mehl, Zusammenrühren und 24h bei einer Wohlfühltemperatur von 24-28 °C ruhen lassen.

 

 

 

 

Was braucht so ein Sauerteig eigentlich?
Eigentlich nicht viel - Mehl, Wasser, Wärme und Zeit... und doch muss alles stimmen. Okay - Liebe, Geduld und Vertrauen sind auch nicht verkehrt.

 

Ich hatte das Glas mit einem sauberen Stück Stoff abgedeckt, damit Mikroben aus der Luft ihren Weg hinein finden und Gase entweichen konnten.

 

An Tag 1 blubberte Antonia ein bisschen lustlos vor sich hin und daher dachte ich an etwas mehr Power für Tag 2.

 

 

 

Tag 2

 

An Tag zwei gab es dann Powerfood. Das stinknormale Weizenmehl aus dem Supermarkt wurde durch Bio-Weizenmehl ersetzt (mehr wilde Hefen hatte ich gelesen) und das Wasser wurde ein bisschen gepimpt. Ich hatte einen Sud vorbereitet aus Liebstöckel und Salbei - soll Erfolg bringen und Erfolg kann ja nicht schaden, dachte ich mir.

 

Das Powerfood hat Antonia wohl ein bisschen übermütig gemacht ;). Ganz abenteuerlustig machte sie sich über Nacht auf den Weg, die Welt zu erkunden und morgens an Tag 3 fand ich Halb-Antonia auf der Küchentheke vor.

 

Also stand noch vor der Raubtierfütterung ein Umzug an...

 

 

 

Tag 3

 

Im neuen Zuhause angekommen, war Antonia erst ein bisschen stinkig, im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist aber normal, hatte ich gelesen, wenn die Essigsäure der Milchsäure kurzfristig überlegen ist.

 

Also hatte ich einfach mal Vertrauen, fütterte Antonia wieder mit lauwarmen Leitungswasser und Biomehl... und siehe da...

 

 

Tag 4

 

An Tag 4 fühlte sich Antonia pudelwohl und blubberte leicht säuerlich (aber gut) riechend vor sich hin. Auch diesmal gab es Bio-Mehl und lauwarmes Leitungswasser (jetzt ohne Geschmack).

 

Antonia war happy und freute sich schon auf ihren ersten Einsatz, wo sie den Brotteig mal so richtig durchblubbern sollte...

 

Hast du schon einmal selber Sauerteig angesetzt und daraus Sauerteigbrot gebacken? Wie hat es geklappt? Schreib mit gerne.

 

Deine Melanie

 

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